Die Bedeutung der Humanressourcen für den Unternehmenserfolg

Die Bedeutung der Humanressourcen für den Unternehmenserfolg

4.11 - 1251 ratings - Source



Inhaltsangabe:Problemstellung: Globalisierung, schneller Wandel der KundenbedA¼rfnisse, abnehmende Produktlebenszyklen und InstabilitAct sind nur einige zu nennende Aspekte der Wettbewerbsbedingungen, denen die meisten Unternehmen heute ausgesetzt sind. In solchen dynamischen Wettbewerbssituationen gelten andere Regeln als bislang. Dennoch sind die meisten Unternehmen der Auffassung, dass nur die klassischen Faktoren den Unternehmenserfolg bestimmen: die richtige Branche, ein hoher Marktanteil, technologische Vorherrschaft oder eine brillante Strategie. Auch wenn diese Faktoren weiterhin Wettbewerbsvorteile begrA¼nden kApnnen, so haben sie an Bedeutung verloren, da sie in der Regel durch die Dynamik der Umwelt kurz- oder zumindest mittelfristig eliminiert werden kApnnen. Es stellt sich die Frage, wie A¼berhaupt noch nachhaltige Wettbewerbsvorteile erreicht werden kApnnen, wenn selbst die genannten Faktoren kein Garant mehr fA¼r nachhaltige Wettbewerbsvorteile sind. Die Antwort auf diese Frage liegt im Menschen, der als Humanressource einer der entscheidenden, wenn nicht sogar der entscheidende Wettbewerbsvorteil ist oder sein kann. Dies wird insbesondere vor dem Aspekt deutlich, dass wir uns in einer Wissensgesellschaft befinden und dass die Ressource Wissen weitestgehend personengebunden ist. So betonen auch die meisten Unternehmen heute in ihrer Firmenphilosophie die Bedeutung der Humanressourcen als ihr wichtigstes Gut. Dabei zeigt sich jedoch eine Diskrepanz zwischen der kommunizierten und der gelebten Firmenphilosophie, denn die Humanressourcen werden immer noch vorwiegend als Kosten- und nicht als VermApgensfaktor betrachtet. Dies ist nicht verwunderlich, da das HumanvermApgen im Rahmen unserer Bilanzrichtlinien nicht als solches bilanziert werden kann, sondern nur als Kostenposition auftaucht. So verwundert es auch nicht, dass die Optimierung des Kapitalnutzens Vorrang vor der Optimierung des Personalnutzens hat und Unternehmen Wettbewerbsvorteile in erster Linie in KostenreduktionsmApglichkeiten, wie Downsizing und Outsourcing, suchen. Nach wie vor ist Kostensenkung ein probates, weil in der Regel schnell umsetzbares Mittel, um den Erfolg zu steigern. Dabei ist die Entlassung von Mitarbeitern einer der schnellsten Wege, die Kosten zu senken. Die daraus resultierenden Ergebnisse, wie z. B. Gewinnsteigerungen, fA¼hren dazu, dass andere, schwerwiegende Probleme mit Produkten, Serviceleistungen, mangelnden Innovationen, usw. ausgeblendet, aber nicht behoben werden. Downsizing und weitere in diesem Kontext verwendete Begriffe stehen dabei dem gesellschaftlichen Wandel von der Industrie- bzw. Dienstleistungsgesellschaft zu einer Wissensgesellschaft gegenA¼ber. Durch Downsizing kann ein Unternehmen schlanker werden, aber es wird nicht unbedingt wettbewerbsfAchiger im Hinblick auf die MAcrkte der Zukunft, denn in a€ž.. der Wissensgesellschaft wird das, was man einerseits schlecht behandelt und abbaut, andererseits zum Engpassfaktor...a€œ. Nach Malik sind die eingesetzten Managementsysteme in unserer Wissensgesellschaft unbrauchbar, da sie nicht mit einer der klassischen Ressourcen, sondern mit einer vollkommen anderen Ressource arbeiten mA¼ssen - Wissen. Die meisten Organisationen behindern folglich die EffektivitAct ihrer Humanressourcen, so dass Malik bei der EffektivitAct der Humanressourcen ein mApgliches Steigerungspotential von bis zu 50 - 70% sieht. Diese Zahl wAcre so gewaltig, dass es sich niemand leisten kApnnte, sie zu ignorieren. Auch wenn der gewAchlte Themenkomplex nicht neu ist, lassen die dargestellte Diskrepanz zwischen der kommunizierten und gelebten Firmenphilosophie sowie die vermuteten Potentiale erkennen, dass dem Thema bislang noch nicht die ihm gebA¼hrende Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Ziel dieser Ausarbeitung ist es daher, die grundsActzliche Bedeutung der Humanressourcen fA¼r den Unternehmenserfolg und, ausgehend von der Annahme, dass ungenutzte Potentiale vorhanden sind, mApgliche Ansatzpunkte zur besseren Nutzung vorhandener bzw. Ansatzpunkte zur Aktivierung ungenutzter Mitarbeiterpotentiale aufzuzeigen. Gang der Untersuchung: Nach einer kurzen Einleitung und einem Aœberblick A¼ber das Ziel und den Gang der Arbeit in Kapitel 1 werden in Kapitel 2 zunAcchst zwei AnsActze aus dem strategischen Management erarbeitet, die sich mit den Ursachen fA¼r den Unternehmenserfolg beschAcftigen. Diese stellen die Grundlage fA¼r eine AœberprA¼fung der Humanressourcen (HR) hinsichtlich ihrer Relevanz fA¼r den Unternehmenserfolg dar (Kapitel 3). Im Anschluss daran wird anhand des Human Resource Management (HRM) A¼berprA¼ft, ob HR durch das HRM zielgerichtet beeinflusst werden kApnnen und welche Einflussfaktoren dabei zu berA¼cksichtigen sind. Um mApgliche Ansatzpunkte der Potentialaktivierung aufzeigen zu kApnnen werden in Kapitel 4 die Determinanten der menschlichen Leistung und ihre Einflussfaktoren dargestellt. Ausgehend von der These, dass ungenutzte Potentiale vorhanden sind, wird in Kapitel 5 zunAcchst die aktuelle Potentialausnutzung untersucht. Anhand dieser Erkenntnisse werden mApgliche Ansatzpunkte zur Aktivierung ungenutzter Mitarbeiterpotentiale diskutiert. Dabei werden gemAcAŸ den dargestellten Leistungsdeterminanten drei Schwerpunkte gesetzt: das Placement, die LeistungsfAchigkeit und die Leistungsmotivation der Mitarbeiter. Um begriffliche MissverstAcndnisse zu vermeiden, werden - soweit dies im Rahmen des VerstAcndnisses erforderlich ist - die Original-Begriffe und nicht die Aœbersetzungen verwendet. Ein Beispiel ist die deutsche Bezeichnung der Resource-based View als ressourcenorientierter Ansatz. Wolf weist z. B. darauf hin, dass die Begriffswahl insofern unglA¼cklich ist, da nicht der Ansatz ressourcenbasiert ist. Aus VereinfachungsgrA¼nden werden bei Personenbezeichnungen innerhalb dieser Arbeit vorwiegend Maskulina verwendet, wobei damit selbstverstAcndlich immer auch das feminine Pendant gemeint ist. Inhaltsverzeichnis: AbkA¼rzungsverzeichnisIII Tabellen- und AbbildungsverzeichnisV VorwortVI 1.Einleitung1 1.1Problemstellung1 1.2Zielsetzung und Vorgehensweise2 2.ErklAcrungsansActze zum Unternehmenserfolg4 2.1Market-based View5 2.2Resource-based View7 2.2.1Historische Entwicklung8 2.2.2Abgrenzung des Ressourcenbegriffs8 2.2.3Ressourcen als Quelle von Wettbewerbsvorteilen10 2.2.4Weiterentwicklungen der RBV12 2.2.4.1Capability-based View14 2.2.4.2Knowledge-based View15 2.3Zusammenfassung16 3.Die Bedeutung der Humanressourcen fA¼r den Unternehmenserfolg17 3.1Begriffsabgrenzung17 3.2HR als Quelle nachhaltiger Wettbewerbsvorteile18 3.3HRM: Das Management der Humanressourcen im Rahmen der UnternehmensfA¼hrung21 3.3.1Von der Personalverwaltung zum HRM21 3.3.2Begriffsabgrenzung HRM23 3.3.3Aufgabenbereiche des HRM24 3.3.4GrA¼nde fA¼r den Auffassungswandel28 3.3.4.1WettbewerbsverschAcrfung28 3.3.4.2Demographische VerAcnderungen29 3.3.4.3Wertewandel33 3.3.4.4VerAcnderung des Menschenbildes37 3.4Der Beitrag des HRM zum Unternehmenserfolg40 4.Determinanten menschlicher Leistung44 4.1LeistungsfAchigkeit47 4.2Motivation als Wille zur Leistung48 4.2.1Begriffsabgrenzung48 4.2.2Aspekte der Motivationsforschung49 4.2.2.1Intrinsische und extrinsische Motivation49 4.2.2.2MApgliche Wechselwirkungen zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation52 4.2.3Motivationstheorien53 4.2.3.1Inhaltstheorien54 4.2.3.1.1Die Theorie der BedA¼rfnishierarchie von Maslow54 4.2.3.1.2Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg et al.57 4.2.3.1.3Die Motivationstheorie von McClelland60 4.2.3.2ProzeAŸtheorien62 4.2.3.2.1Die Valenz-InstrumentalitActs-Erwartungs-Theorie von Vroom62 4.2.3.2.2Das Motivationsmodell von Porter und Lawler65 4.2.3.3Zusammenfassung68 5.Diskussion mApglicher Ansatzpunkte zur Aktivierung ungenutzter Mitarbeiterpotentiale70 5.1Analyse der aktuellen Potentialausnutzung71 5.2Ansatzpunkte der Potentialaktivierung74 5.2.1HR-Placement74 5.2.2HR-Entwicklung75 5.2.2.1HR-Entwicklung in der Perspektive des Defizitabbaus77 5.2.2.2HR-Entwicklung in der Perspektive der Potentialproduktion78 5.2.2.3Von der Selbstentwicklung zur lernenden Organisation80 5.2.3Implikationen der motivationstheoretischen AnsActze fA¼r die HR-Motivation82 5.2.3.1Intrinsische Anreize83 5.2.3.2Extrinsische Anreize85 5.2.3.3Erwartungen89 6.Fazit91 Literaturverzeichnis95 Anhang108Ziel dieser Ausarbeitung ist es daher, die grundsActzliche Bedeutung der Humanressourcen fA¼r den Unternehmenserfolg und, ausgehend von der Annahme, dass ungenutzte Potentiale vorhanden sind, mApgliche Ansatzpunkte zur besseren Nutzung ...


Title:Die Bedeutung der Humanressourcen für den Unternehmenserfolg
Author: Paskalis Karaiskas
Publisher:diplom.de - 2005-12-20
ISBN-13:

You must register with us as either a Registered User before you can Download this Book. You'll be greeted by a simple sign-up page.

Once you have finished the sign-up process, you will be redirected to your download Book page.

How it works:
  • 1. Register a free 1 month Trial Account.
  • 2. Download as many books as you like (Personal use)
  • 3. Cancel the membership at any time if not satisfied.


Click button below to register and download Ebook
Privacy Policy | Contact | DMCA